Du kannst hier hin und her swipen.
1.1. Glücklich tanzen!
Das motion*s ist ein Ort, an dem sich Menschen tänzerisch entfalten und wohlfühlen können. Hier trainieren wir, tauschen uns aus, inspirieren und motivieren uns gegenseitig.
Hier wird Tanz nicht nur als Bewegung verstanden, sondern als lebendige Kultur, die Menschen miteinander verbindet und die es zu erhalten gilt. In Form von vielfältigen Angeboten wie Tanzkursen, Tanzpartys oder Sessions sollen Begegnung, das Kennenlernen von neuen Stilen und die Vertiefung von Techniken ermöglicht werden.
1.2. Kulturelle Sensibilität.
Das motion*s legt Wert auf Respekt und Wertschätzung gegenüber allen Kulturen. Tanzstile sind oft tief in bestimmten kulturellen Kontexten verwurzelt und mit historischen und sozialen Bedeutungen verbunden. Daher werden die Dozierenden gezielt nach ihrem Können, Wissen und ihrem Engagement in der jeweiligen Szene ausgewählt. Die Dozent*innen müssen nicht zwingend aus der Kultur stammen, aus der der Tanzstil ursprünglich kommt. Entscheidend ist, die Ursprünge und Traditionen achtsam, authentisch und respektvoll zu vermitteln – der historische Kontext soll Bestandteil des Unterrichts sein. Das motion*s integriert Gespräche über Stile und Kultur nach Möglichkeit bei Workshops und speziellen Klassen und öffnet Raum für selbstorganisierte Veranstaltungen hierzu.
1.3. Orte für Viele und Vielfalt.
Im motion*s gehen täglich Menschen mit verschiedenen Interessen, Prägungen und eigenen Realitätserfahrungen ein und aus. Dies bezieht sich auf viel mehr als nur den Tanz. Es ist ein Ort, an dem verschiedene Gender, Identitäten, Herkünfte, Altersstufen, Personen mit verschiedenen Fähigkeiten sowie unterschiedlicher sozio-ökonomischer Hintergründe zusammenkommen. In dieser Vielfalt existieren immer mehrere Wahrheiten gleichzeitig. Jede dieser Wahrheiten hat ihre Berechtigung.
1.4. Möglichkeiten für freie Entfaltung in geschützten Räumen.
Uns ist wichtig, bestmöglich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen. Wir versuchen, mit den räumlichen Gegebenheiten und unserem Angebot die bestmögliche Lösung zu finden.
1.5. International und lokal.
Die multilinguale Tanz-Community findet sich grundsätzlich im Englischen wieder – es ist uns jedoch wichtig, auch Kurse in deutscher Sprache anzubieten, um regional wirken zu können. Mit Klassen auf Deutsch und Englisch soll garantiert werden, dass sowohl Menschen, die nicht – genauso wie Menschen, die nur – Deutsch sprechen und verstehen, am Unterrichtsangebot teilnehmen können.
1.6. Niedrigschwellige Erreichbarkeit.
Wir legen Wert darauf, Angebote für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Hintergründen zu schaffen. Durch Kooperationen mit Stiftungen und Programmen des Landes Berlins möchten wir Personen, denen die finanziellen Mittel fehlen, eine Teilnahme am Unterricht ermöglichen. Die Preise der Angebote orientieren sich am Rahmen unserer Möglichkeiten als Tanz- und Bewegungsstudio und den damit einhergehenden Kosten.
Gleichzeitig suchen wir nach Wegen, Tanz für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen – etwa durch günstige Sessions oder Veranstaltungen auf Spendenbasis. Außerdem bieten wir Kurse für unterschiedliche Altersstufen und alle Level an – von Anfänger*innen bis Fortgeschrittene, sowie offene Formate – damit jede*r den für sich passenden Kurs finden kann. Von der ersten Tanzerfahrung bis zu einer langjährigen kontinuierlichen Praxis.
Im motion*s heißen wir alle Menschen unabhängig ihres Hintergrundes und ihren Fähigkeiten willkommen. Neuen Begegnungen treten wir mit Offenheit gegenüber und freuen uns über einen ehrlichen, authentischen und respektvollen Austausch. Wir fördern Toleranz und dulden keinen Rassismus, Sexismus, Ableismus, keine Queer- und Transfeindlichkeit, Körper- und Altersdiskriminierung. Für uns ist der respektvolle Umgang miteinander die Grundlage jeder Interaktion – auf und abseits der Tanzfläche.
Geprägt wird dieses Angebot durch ca. 13 Büro-Mitarbeitende, ca. 25 Tresen-Angestellte und ca. 140 Dozent*innen, dazu kommen Vertretungsdozent*innen und unser Reinigungs- & Handwerks-Team.
Alle Rollen im motion*s sowie die damit verbundenen Verantwortlichkeiten und Funktionen stehen in wechselseitigen Beziehungen zueinander. Manche Personen übernehmen dabei mehrere Rollen gleichzeitig:

Alle Rollen im motion*s sowie die damit verbundenen Verantwortlichkeiten und Funktionen stehen in wechselseitigen Beziehungen zueinander. Manche Personen übernehmen dabei mehrere Rollen gleichzeitig:
4.1. Teilnehmende
Alle Teilnehmenden nehmen aktiv und eigenverantwortlich am Unterricht teil. Sie tragen die Verantwortung für ihre eigene Entwicklung und stellen sicher, dass sie Anleitungen der Dozierenden verstehen, indem sie bei Unklarheiten nachfragen. Die Teilnehmenden gestalten die Atmosphäre im Kursraum durch ihr Engagement und ihre Energie mit. Ihr Verhalten beeinflusst die Gruppendynamik und das Energielevel des Kurses. Sie sind pünktlich, aufmerksam und begegnen den Dozierenden sowie anderen Teilnehmenden mit Respekt.
Die Teilnehmenden nehmen idealerweise die gesamte Kurszeit teil, um den gemeinsamen Unterrichtsprozess voll zu unterstützen und sich selbst die beste Lernerfahrung zu ermöglichen. Als private Tanzschule weist das motion*s darauf hin, dass jede*r Teilnehmende*r für die eigene Gesundheit und Sicherheit während des Kurses verantwortlich ist. Sollten Teilnehmende aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen, wie geringer Energie oder einer Verletzung, eingeschränkt sein oder den Kurs früher verlassen müssen, kommunizieren sie dies proaktiv und rechtzeitig mit den Dozierenden.
Die Teilnehmenden zeigen Offenheit gegenüber den Dozierenden und ihrem Wissen. Sie können sich offen auf den Unterricht einlassen oder informieren sich im Vorfeld über den Kursinhalt, den Tanzstil und die dozierende Person, um mit realistischen Erwartungen am Unterricht teilzunehmen. Die Teilnehmenden werden ermutigt, sich eigenständig mit dem kulturellem und historischem Hintergrund der Tanzstile auseinanderzusetzen. Fragen, Bedenken oder besondere Bedürfnisse bringen die Teilnehmenden entweder direkt bei den Dozierenden oder am Tresen vor.
Der Gebrauch von Handys während des Unterrichts wird auf das absolut Notwendige beschränkt und vorher mit den Dozierenden abgestimmt. Filmaufnahmen erfolgen ausschließlich nach vorheriger Absprache mit den Dozierenden und anderen Teilnehmenden. Während des Unterrichts übernehmen die Teilnehmenden Mitverantwortung für das ordnungsgemäße Schließen der Fenster, sobald Musik gespielt wird.
Die Teilnehmenden respektieren die zeitliche Kapazität, den Arbeitsplatz und die Rolle des Tresenpersonals und agieren entsprechend rücksichtsvoll. Größere Anliegen werden per Mail kommuniziert. Vor jedem Kurs registrieren die Teilnehmenden ihre Anwesenheit ordnungsgemäß und pünktlich am Tresen. Zuspätkommen wird telefonisch kommuniziert. Fünf Minuten nach Kursbeginn wird der Platz für die Warteliste freigegeben.
Kursbeiträge zahlen Teilnehmende zuverlässig und pünktlich, um den Fortbestand eines hochwertigen Unterrichts zu sichern. Die Teilnehmenden haften für ihre Wertsachen und sind dafür verantwortlich, hinter sich aufzuräumen. Dies bedeutet vor allem das Zurückräumen benutzter Materialien, Geschirr und das Entsorgen von Abfall. Das motion*s ist und bleibt ein zweites Zuhause und wird entsprechend wertgeschätzt.
4.2. Dozierende
Dozierende im motion*s vermitteln nicht nur Tanztechniken, sondern erfüllen mit ihrer Arbeit auch einen kulturellen Auftrag. Tanz ist Ausdruck von Geschichte, Gemeinschaft und Identität – und jede einzelne Klasse oder Workshop trägt zur lebendigen Weitergabe dieser Tanzkultur bei. Der Moment des Unterrichts ist der Moment, in dem Wissen, Erfahrung und Inspiration weitergegeben werden und in dem die eigentliche Magie passiert. Die Arbeit der Dozierenden bildet damit das Herzstück unseres Studios, und wir schätzen ihr Engagement, ihre Expertise und ihre Leidenschaft für die Vermittlung von Tanz sehr.
Die Auswahl der Dozierenden erfolgt gezielt nach ihrem Können, Wissen und Engagement in der jeweiligen Szene. Sie müssen nicht zwingend aus der Ursprungskultur eines Tanzstils stammen, tragen jedoch die Verantwortung, dessen Ursprünge, Traditionen und historische Kontexte achtsam, authentisch und respektvoll zu vertreten. Neben Tanztechniken und Vokabular vermitteln sie kulturelle Zusammenhänge der jeweiligen Stilrichtungen, wirken als Inspirationsquelle und Motivator*innen für die Teilnehmenden und bringen fundiertes Wissen sowie Respekt für die kulturellen Wurzeln der unterrichteten Tänze mit. Historische Vorträge sind nicht erforderlich, Dozierende informieren transparent in welchem Umfang und Zeitpunkt sie die Hintergründe ausleuchten. In jedem Fall wissen sie über die kulturellen Ursprünge Bescheid, anerkennen diese respektvoll und sind offen für Gespräche darüber. Auf Nachfrage geben sie Hinweise oder weiterführende Ressourcen (z. B. Literatur, Links oder Empfehlungen), sodass Teilnehmende die Geschichte eigenständig vertiefen können.
Mit der Vermittlung von Tanz geht auch Verantwortung für die körperliche und persönliche Entwicklung der Teilnehmenden einher. Dozierende schaffen eine motivierende und respektvolle Lernatmosphäre und bringen Energie und Aufmerksamkeit in jede Stunde. Sie achten auf eine bewusste Wortwahl und eine achtsame Ansprache. Der Unterricht folgt der Maxime eines gesunden Trainings „von innen nach außen“. Bewegungen sollen mit Verständnis für den eigenen Körper, seine Möglichkeiten und Grenzen gelernt und ausgeführt werden. Übungen sind als Angebote zur Entwicklung zu verstehen, nicht als Pflicht und Zwang. Dozierende motivieren und fordern, ohne zu überlasten, und respektieren individuelle körperliche Unterschiede und Grenzen der Teilnehmenden. Besonders bei der Arbeit mit Minderjährigen übernehmen Dozierende eine pädagogische Verantwortung.
Dozierende sind pünktlich und verantworten eine sorgfältige Planung und Durchführung ihres Unterrichts. Während der Kurszeit sind sie die erste Ansprechstelle für unterrichtsbezogene Anliegen. Sie sind mit der verwendeten Technik vertraut und sorgen dafür, dass Materialien nach dem Unterricht an ihren Platz zurückgebracht werden. Während Musik gespielt wird, bleiben die Fenster geschlossen.
Bei Vertretungen, Ausfällen oder besonderen Vorkommnissen informieren Dozierende das Büro, den Tresen oder Kolleg*innen proaktiv und sorgen für eine ordnungsgemäße Übergabe. Im Umgang miteinander begegnen sich Dozierende mit Wertschätzung, respektieren unterschiedliche Arbeitsweisen und finden bei Bedarf konstruktive Kompromisse, etwa bei Lautstärke oder Raumnutzung. Sie achten darauf, dass der Unterricht pünktlich endet und die Räume sauber hinterlassen werden. Die Zusammenarbeit mit dem Tresenpersonal ist von klarer und respektvoller Kommunikation geprägt. Dozierende melden sich vor dem Unterricht am Tresen, kündigen Gäste oder besondere Anliegen rechtzeitig an. Auch die korrekte und pünktliche Erstellung von Rechnungen liegt in ihrer Verantwortung.
4.3. Tresenpersonal
Das Tresenpersonal übernimmt eine Servicefunktion und prägt oft den ersten Eindruck des motion*s. Es sollte daher einladend, offen und respektvoll sein. Das Tresenpersonal spricht als Repräsentant*in des Studios. Es sollte über die Kurse und Workshops, Räume, Abläufe, Verträge, Konditionen, etc. umfassend informiert sein. Es wird erwartet, dass sie Teilnehmenden über Angebote aufklären und beraten. Das Tresenpersonal verwaltet die Warteliste und entscheidet über verspäteten Einlass. Dabei ist es wichtig, in Absprache mit den Dozierenden zu handeln. Plätze, die nicht genutzt werden, können frühestens fünf Minuten nach Kursbeginn an Wartende weitergegeben werden. Zu den wichtigsten Aufgaben am Tresen gehört das Zählen der Teilnehmenden in den Kursen, das Hinweisen auf fehlende Anmeldungen und die korrekte Honorarauswertung der Dozierenden. Es wird vom Tresenpersonal erwartet, dass es die Dozierenden im Umgang bei Herausforderungen mit Teilnehmenden unterstützt, an das Schließen von Fenstern erinnert und Lautstärke des Unterrichts kontrolliert. Das Tresenpersonal ist maßgeblich für die Atmosphäre im Foyer und die allgemeinen Verkehrsflächen zuständig, hierzu gehört auch das Auffüllen von Verbrauchsmaterialien. Wenn nötig, darf das Tresenpersonal bei Lärmbelästigung und störendem Verhalten Anwesender im Foyer einschreiten. Das Tresenpersonal arbeitet immer teamorientiert, erfüllt seine Aufgaben zuverlässig und achtet auf eine pünktliche Ablösung der Tresenschichten.
4.4. Büroteam
Das Büroteam übernimmt die Verwaltungs-, Organisations- und Koordinierungsfunktion unter der Leitung der Geschäftsführung. Es schafft einen Rahmen, in dem Dozierende und Teilnehmende ihre Leidenschaft für Tanz vermitteln, entdecken und entwickeln können. Zu den Hauptaufgaben des Büroteams gehören die langfristige Planung und Umsetzung eines vielfältigen Angebots an Kursen, Veranstaltungen, Intensivkursen, Workshops und Programmen sowie deren Bewerbung, die Terminplanung sowie die rechtzeitige Organisation und Bereitstellung der notwendigen Räumlichkeiten und Materialien.
Das Büro kommuniziert klar, ehrlich und respektvoll innerhalb des Teams sowie mit Dozierenden, Tresenpersonal und teilnehmenden Kund*innen. Das Team übernimmt Verantwortung für Anliegen und Fragen, die das Tresenpersonal nicht beantworten kann.
Um eine Atmosphäre zu schaffen, in der alle Beteiligten sich wohlfühlen können, sorgt das Büroteam für die kontinuierliche Evaluation, Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Angebote und Prozesse. Dem Büroteam ist es wichtig, dass die Dozierenden als selbstständige Unternehmer*innen gerecht, gut und pünktlich bezahlt werden. Es bittet darum, dass jeglicher Kontakt ausschließlich per E-Mail oder Telefon aufgenommen wird.
4.5. Reinigungs- und Handwerksteam
Das Putz- und Handwerksteam sorgt für Sauberkeit, Ordnung und die Instandhaltung der Räumlichkeiten, ohne den Ablauf des Unternehmens zu stören. Es gewährleistet, dass alle Einrichtungen und Geräte ordnungsgemäß funktionieren. Für eine harmonische und unterstützende Arbeitsumgebung ist die respektvolle Zusammenarbeit untereinander und mit allen anderen wichtig. Das Putz- und Handwerksteam trägt dazu bei, dass das Tanzstudio ein Ort ist, an dem sich alle willkommen und wohlfühlen können. Von allen Parteien wird erwartet, dass sie die Arbeit des Putz- und Handwerksteams respektieren, ordentlich mit den Räumlichkeiten und Ressourcen umgehen und Reparaturfälle sofort melden, für Teilnehmende und Dozierende beim Tresenpersonal und für das Tresenpersonal beim Büroteam.
4.6. Gäste
Auch Gäste wie Erziehungsberechtigte, Mieter*innen der Räumlichkeiten, Teilnehmende von Schulkooperationen und Partygäste haben einen respektvollen und achtsamen Umgang. Erziehungsberechtigte tragen die Verantwortung für ihre Kinder, insbesondere was die Lautstärke und das Aufräumen betrifft, sodass die Räume nach der Nutzung ordentlich hinterlassen werden.
4.7. Awarenessteam
Das motion*s Awarenessteam ist eine neutrale Anlaufstelle und bietet Ansprechpartner*innen, die Unterstützung bei Diskriminierung und übergriffigem Verhalten leisten. Betroffene können sich mit ihrem Anliegen an awareness (at) motionsberlin.de wenden. Zusätzlich steht allen Personen auf der Website ein anonymes Online-Formular in Form einer digitalen „Letterbox“ zur Verfügung.
Im Fall von Konflikten kann das Team Mediation anbieten und bei der Schlichtung unterstützen. Es ist jedoch nicht Aufgabe des Awarenessteams, Maßnahmen durchzuführen oder Entscheidungen zu treffen – diese Verantwortung liegt bei der motion*s Leitung. Ebenso ist es nicht Aufgabe des Teams, über externe Schulungsangebote zu informieren oder zu beraten. Aktuell setzt sich das Team aus Büro-Mitarbeitenden zusammen, die von Dozierenden unterstützt werden.
Bei Vorfällen oder Anliegen ist darauf zu achten, dass diese stets dokumentiert und weiterkommuniziert werden, damit Informationen nicht verloren gehen. Alle sind dazu angehalten, beobachtete oder gemeldete Vorfälle zeitnah schriftlich festzuhalten und per E-Mail an awareness (at) motionsberlin.de weiterzuleiten. Die Dokumentation sollte Datum, Ort, eine kurze Beschreibung des Vorfalls sowie – sofern bekannt und gewünscht – beteiligte oder anwesende Personen enthalten.
Wir übernehmen Verantwortung – sowohl für uns selbst als auch für die Situationen, die uns umgeben. Es geht nicht darum, fehlerfrei zu sein, sondern unsere Fehler anzuerkennen und unser Verhalten im Umgang miteinander anzupassen.
Sollte ein Mitglied der motion*s Community die Kommunikation verweigern, angebrachte Entschuldigungen nicht aussprechen oder keine Verantwortung für sein Verhalten übernehmen, sehen wir uns gezwungen, konsequent zu handeln. In solchen Fällen wird im letzten Schritt ein Hausverbot ausgesprochen.
6.1. Was ist ein Code Of Conduct?
Ein Code of Conduct ist ein Verhaltenskodex, der durch klare Richtlinien Verbindlichkeit schafft und eine Basis für ein respektvolles Miteinander bildet. Er hilft bei der Aufteilung von Verantwortung und ist ein Instrument für die akute Problem- und Konfliktlösung.
6.2. Ein Code Of Conduct kann …
… Werte vermitteln und zu einem respektvollen Miteinander inspirieren.
… Transparenz, Orientierung und Struktur geben.
… Rollen beschreiben und damit Verantwortungen verdeutlichen.
… im Umgang mit Konflikten helfen.
… zur Reflexion des eigenen Verhaltens anregen.
… Ansprechpartner*innen anbieten.
6.3. Ein Code Of Conduct kann nicht …
… ein Schutzschild sein.
… Eigenverantwortung nehmen.
… Konflikte verhindern.
… gesellschaftspolitische Probleme lösen.
6.4. Warum haben wir einen Code Of Conduct?
Das motion*s ist ein Ort für Tanz und Bewegung. Seit der Eröffnung 2012 ist es der Gründerin Stella Caric ein wichtiges Anliegen, dass sich Menschen durch eine einladende und gemeinschaftliche Atmosphäre in den Studios tänzerisch entwickeln, entfalten und wohlfühlen können.
Die menschliche Vielfalt, jegliche Begegnungen und das Wachstum des motion*s mit der Eröffnung einer zweiten Filiale (2023) haben uns als motion*s Team dazu veranlasst, eine gemeinsame Vereinbarung für ein gutes Miteinander zu erstellen. Eine Vereinbarung, auf die sich alle Beteiligten einigen, einlassen und berufen können. Wir haben uns entschieden, die Grundbausteine, auf denen das Miteinander-Sein im motion*s aufgebaut wurde, zu verschriftlichen. So halten wir fest, was das Zusammenkommen im motion*s für uns bedeutet. Denn wir sind Viele: Kursteilnehmende, Kinder mit Erziehungsberechtigten, Dozierende, Büro- und Tresenmitarbeitende, Putzkräfte und Handwerkende kommen täglich in beiden motion*s-Filialen zusammen. Gemeinsam sorgen wir für die Atmosphäre innerhalb der Studios, das Miteinander vor und nach dem Tanzen und unsere Nachbarschaft.
Der vorliegende Code of Conduct enthält zudem einzelne Regelungen, die aktuell auch Aspekte einer Hausordnung abbilden. Da es derzeit keine separate Hausordnung gibt, sind diese Punkte hier integriert. Perspektivisch können diese Inhalte zu einem späteren Zeitpunkt in eine eigenständige Hausordnung überführt werden.
6.5 Die Entstehungsgeschichte unseres Code of Conducts
Die Entwicklung des motion*s Code of Conducts wurde im Jahr 2023 vom Büroteam gemeinsam mit der Geschäftsführung initiiert und verantwortet. Ziel war es, die vielfältigen Realitäten im motion*s abzubilden und möglichst nah an den unterschiedlichen Rollen, Perspektiven und gelebten Erfahrungen der Gemeinschaft zu sein. In einem mehrstufigen, zeitintensiven Arbeitsprozess – getragen und finanziert durch das motion*s – wurden über einen längeren Zeitraum hinweg verschiedene Gruppen bewusst immer wieder eingeladen, ihre Sichtweisen einzubringen. In Workshops, moderierten Arbeitstreffen und Austauschrunden wurden Perspektiven von Dozierenden, Tresen- und Büroteam, Teilnehmenden sowie weiteren Beteiligten gehört, diskutiert und in die Entwicklung integriert. Die erste Rohfassung wurde mehrfach reflektiert, überarbeitet und weiterentwickelt, bis der Code of Conduct im Februar 2026 veröffentlicht wurde.
6.6. Unser Code of Conduct soll lebendig bleiben!
Der Code of Conduct soll jährlich angepasst werden und versteht sich als ein Dokument, das mit den Erfahrungen, Rückmeldungen und Bedürfnissen der Gemeinschaft wächst. Hinweise auf Unklarheiten oder Ergänzungswünsche sind ausdrücklich willkommen. Bitte wendet euch damit jederzeit an awareness (at) motionsberlin.de!